ArchiveMay 13, 2005

Denn bei uns steht der Filmgenuss im Vordergrund.

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Aber auch die Kinos erweitern ihre Sicherungsvorkehrungen und prüfen den punktuellen Einsatz von Nachtsichtgeräten bei begründeten Verdachtsmomenten. …
„Daher haben sich mehrere Kinos zusammengeschlossen und prüfen die Bestellungen von circa 600 portablen Nachtsichtgeräten, mit denen wir in unregelmäßigen Intervallen und in begründeten Einzelfällen kontrollieren könnten.

Absolut oberste Priorität hat dabei aber, dass das Kino nicht zum Hochsicherheitstrakt wird, denn der Filmgenuss steht bei uns im Vordergrund. Aus diesem Grund muss bei einem Einsatz der Nachtsichtgeräte gewährleistet sein, dass der Kinobesucher sich nicht in seiner Intimsphäre gestört fühlt.“

Wie genau soll das aussehen, das Filmen der Kinobesucher mit Nachtsichtgeräten, ohne dass diese sich gestört fühlen? Und warum trägt die Datei, in der diese Meldung veröffentlich wurde, den recht eindeutigen Titel knastontour.txt?

Wir müssen einfach einen Beitrag dazu leisten, dass beispielsweise der deutsche Ton nicht im Kino aufgenommen werden kann”, erklärt Dr. Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH…

…heißt es da weiter. Was passiert also mit den Leuten, die einen mp3-Player in der Tasche haben? iPod-Besitzer sind sicher, klar, keine Aufnahmefunktion. Was aber, wenn man einen iRiver hat, oder irgend einen billigen mp3-Player? Kommt man dann nicht ins Kino, werden die Daten beim Rausgehen gecheckt, oder werden die Geräte einfach beim Betreten des Kinos in einem Sicherheits-Check beschlagnahmt und zwischenzeitlich weggeschlossen?

Hey, Ihr, die Ihr die Entscheidungen trefft in der Musik- und Filmindustrie: Euren Kunden unsäglich auf die Nerven zu gehen steigert nicht die Umsätze, es vertreibt uns aus den Kinos.

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